Inspirationen in Zeiten des Corona Virus - Endlich Staunen lernen

Tag 1: Staunen - das Wunder jeden Atemzugs

 

Liebe Freunde, was für eine Zeit.
Wer hätte an Weihnachten für möglich gehalten, in welchem Ausnahmezustand die Welt -oder vielleicht besser- die Menschheit heute ist und besonders, wie schnell das gegangen ist?
Viele von uns lebten in einer Sicherheit, denn die großen Krisen wie Krieg, Hunger oder Flucht haben uns meist nur indirekt betroffen. Auch die mit dem Klimawandel verbundenen extremen Feuer, Stürme oder Überschwemmungen bekamen die meisten von uns nur in Form von Nachrichten im Fernsehen mit.
All diese Krisen betrafen uns nicht direkt, die Sicherheit dieser "Distanz" ist jetzt allerdings vorbei. Jetzt sind auch wir einer direkten Gefahr ausgesetzt, einer Gefahr, die auch noch unsichtbar und eventuell lebensbedrohlich ist.
Diese direkte Betroffenheit löst in den meisten von uns eine neue Form von Dauerstress aus. Spürst du das auch?

Da viele normale Tätigkeiten des Alltags reduziert sind oder wegfallen haben wir viel Zeit miteinander oder auch für unsere Gedanken.
Mir ist gestern richtig bewusst geworden, wie viele Gedanken ich mir mache:

Wie geht das alles weiter?
Wie kann ich oder meine gesamte Familie mit dieser Herausforderung umgehen?
Ist die Situation wirklich so gefährlich?
Hat diese Phase einen Sinn?
Müssen wir auch Vorräte anlegen?
Wie kann ich verantwortlich und stimmig mit meinem Umfeld umgehen?
Wie geht es für meine Kinder weiter?
Kommt meine Tochter sicher aus Neuseeland nach Hause?
Wie geht es mit meiner Praxis weiter?
Was kann ich tun, um weiter alle monatlichen Kosten decken zu können?
und und und...

Unglaublich, wie schnell sich meine Gedanken im Kopf drehen und welchen Einfluss das auf mich und mein Befinden hat. Und das Erstaunliche ist, dass die meisten meiner Gedanken zu nichts führen, kaum etwas wirklich besser machen, denn sie finden keine Antworten auf die ich mich echt verlassen kann.

Zum Glück ist es ja noch erlaubt draußen zu sein, aber selbst da ist alles anders, denn man sieht kaum Spaziergänger oder fahrende Autos - eine komische Stimmung, über die mein Kopf schnell wieder bereit ist nachzudenken.
Bedenken, Bedenken, Bedenken.... Geht es dir auch so?

Aber es gibt da aber auch die anderen Momente, in denen ich ganz präsent bin und mein Kopf völlig ruhig ist.
Wohltuende und achtsame Augenblicke in dieser Zeit.
Die Umarmung meiner Tochter, der Strahl der Dusche, der saftige Biss in eine Orange, ein tiefer Atemzug, uvm.
Momente des Durchatmens, der achtsamen Begegnung mit dem Augenblick.

Gestern habe ich für mich etwas beschlossen: Ich will mehr davon!
Deshalb habe ich beschlossen jeden Tag möglichst oft und bewusst zu staunen - die Magie und Wunder des Augenblicks ganz in mich aufzunehmen. Begegnungen mit meiner Familie oder über den Gartenzaun, das Essen auf meinem Teller, das Knurren meines Magens, einfach nichts als selbstverständlich zu nehmen. Staunen ist eine (kindliche) Kunst, die mir unglaublich gut tut.
Es ist mit einer Freude verbunden, einem Innehalten und einer Offenheit, die mein Herz erfreut, mich belebt und gleichzeitig meinen Atem tiefer werden lässt.

Hast du auch Lust dir immer wieder Zeit zu nehmen, für die kleinen Wunder deines Augenblicks?
Ich werde in den nächsten Wochen hier meine Wunder teilen und lade alle ein Teil dieser Inspiration zu sein.

Mein erstes Wunder, das ich mit dir teilen möchte, ist dieser Atemzug. Ein Atemzug, der bei mir gefühlt im Bauch beginnt und sich ausbreitet. Beim nächsten Atemzug beginnen meine Zehen zu kribbeln und mein Brustkorb zeigt, dass er Lust hat sich zu bewegen, mich zu räkeln.
Mit dem nächsten Einatmen zeigt sich ein Lächeln auf meinem Gesicht und mein ganzer Körper beginnt wach zu werden. Ich spüre den wachsenden Raum in mir beim Einatmen und das Loslassen beim Ausatmen. Wonne pur!
Gleichzeitig spüre ich die Neugier zu erfahren, welche Reise dein Atem mit dir unternimmt.
Es ist wunderschön sich atmend verbunden zu fühlen (und das noch völlig viren- und keimfrei).
Mein Kopf ist bei dieser Art zu staunen herrlich ruhig und neugierig, wo mich der nächste Atemzug hinführen mag...

 

Wie ist es für dich mit deinem Atem? Was lebt dabei in dir?
Teile -wenn du magst- das Staunen über die Wunder deines Atem mit lieben Menschen.
Das sind wundervolle "Nachrichten", die jeden von uns einladen, sich selbst noch tiefer zu entdecken.
Frei nach dem Motto:
If you can't go outside, go inside! Wenn du nicht nach draußen gehen kannst, dann geh nach innen!
Viel Freude beim Staunen, viel Freude beim Atmen und beim lebendigen Miteinander.

Tag 2: Liebe Freunde, auf zum Staunen - Teil 2

Gestern habe ich einen schönen Satz zum Thema "Staunen" gelesen: "Wer staunen kann, lernt sehen!"

Dafür habe ich mir gestern etwas Zeit genommen.
Was macht es mit mir (und meiner Welt), wenn ich fasziniert staune, wie ein Kind, das etwas neu entdeckt? Was passiert, wenn ich das Leben oder diesen Augenblick als normal, nüchtern, gewohnt, logisch ... wahrnehme?
Der Unterschied ist frappierend und für mich war das eine Bestätigung, dass ich in meinem Leben bewusst ganz viel staunen möchte.

Hier meine nächste Einladung an euch alle:
Halte einmal kurz inne und lausche dem entferntesten Geräusch, dass du über deine Ohren gerade wahrnehmen kannst. Hör ganz genau hin und dann bleibe bei diesem Geräusch...
Es ist faszinierend, wie viel Aufmerksamkeit es braucht, um den eigenen Fokus bei diesem (oder jedem anderen entfernten) Geräusch zu behalten, denn wir sind gewohnt auf das Laute, im Vordergrund Präsente zu achten.
Schöner Nebeneffekt: Wenn du auf das entfernteste Geräusch achtest, wird dein Kopf mit all seinen Gedanken ganz schnell ruhig - faszinierend, wie einfach das geht (was vielen Menschen sonst gar nicht gelingt!).
Geht das bei dir auch so einfach?

Jetzt möchte ich noch einen Schritt weiter gehen:
Jedes Geräusch entsteht durch etwas Lebendiges, z. B. einen Menschen in seinem Auto, einen Vogel der zwitschert oder auch den Wind in den Bäumen.
Wenn du magst, dann lausche noch einmal und schicke dann dem Wind/Vogel/Menschen/... für seine Einladung an dich einen dankbaren Herzensgruß.
Für mich wird so aus einem relativ "kühlen" Lauschen (das immerhin meinen Verstand zur Ruhe bringt) eine echte Verbindung, die mich noch offener, dankbarer und herzlicher werden lässt.
Ich frage mich, wem du deinen Gruß geschickt hast und wie sich deine herzliche Annäherung an das Unscheinbare für dich anfühlt?

Alle guten Dinge sind drei - deshalb hier noch eine Erweiterung als Einladung:
Lausche mal vergangenen oder zukünftigen "fernen" Geräuschen.
Z.B. dem Geräusch der Kaffee-/Teetasse, die deine erste große Liebe bei euren ersten Begegnungen abgestellt hat. Oder dem leisen Schnaufen, dass dein Kind an seinen ersten Lebenstagen schlafend in deinem Arm "erzeugt" hat.

Oder vielleicht magst du auch mal deiner Zukunft lauschen?
Welches Geräusch zieht da deine Aufmerksamkeit an? Magst du Freude daran entwickeln, deiner Zukunft zu lauschen?

Viel Freude und Staunen beim Spielen mit deinem Fokus und deiner Wahrnehmung.
Wenn du mit all deinen Sinnen in Vergangenheit, Augenblick oder Zukunft eintauchst, kann dir bewusst werden, wie sehr du durch deine Wahrnehmung alles "färbst".
Da hat selbst der Corona-Virus in der heutigen Zeit weit weniger Auswirkung auf dich und dein Leben.
Die Dilemmas der Kindheit oder des Wunder des Augenblicks, du machst dir deine Welt - jeden Tag aufs Neue!
Frei nach dem heutigen Motto ... "Wer staunen kann, lernt sehen, hören und neu kreieren!"

Wie gut gelingt dir das? Magst du Neues gestalten, wieder staunen über deine Möglichkeiten?

Liebe Freunde, hier kommt meine 3. Einladung zum Staunen.
Ist es nicht unglaublich, wie viele "Fachleute" in der Zeit von Corona über alle TV-, Online- und WhatsApp- Kanäle ihre Weis- und Wahrheiten posten.
Jeder weiß noch mehr, was hilft oder absolut schädlich für uns ist. Viele geben diese "Informationen" dann auch noch völlig unfiltriert als "Wahrheit" weiter. Wie gut, dass man alle Reizthemen gleich einbringen kann, denn jetzt sind auch Ibuprofen, 5G, WLAN, usw. alle "schuld" an der Verbreitung des Virus.
Nur zur Klarheit: Ich selbst erlaube mir nicht, das wirklich beurteilen zu können!
Mich nervt es, dass viele Behauptungen oder eigene willkommene Feinbilder in den Raum stellen, aber kaum einer wirklich belegbare Fakten publiziert. So kennt sich keiner mehr aus....
Wie geht es dir mit dem Wust an Informationen, mit den Anforderungen deine Kinder 24h um dich zu haben, nicht zu wissen, wie es mit der Gesundheit deiner Lieben oder der eigenen Arbeit so weitergeht?
Als mir heute alles zu viel wurde, habe ich mich so warm angezogen, dass ich dem eiskalten Wind trotzen konnte.
Auf dem folgenden Spaziergang habe ich mich wieder auf das Staunen fokussiert.
Der kalte Wind und die strahlende Sonne waren tolle Gegensätze. Einfach auch mal stehenzubleiben und dieses Feuerwerk zu geniessen, war wunderbar.
Ein Hund kam auf mich zu, legte sich spontan auf den Rücken.... "kraul mich".
Es war schön zu sehen, wer er anschließend die Streicheleinheiten genossen hat.
Dankbar um diese unerwartete Freude habe mir gedacht, dass der Hund direkter und schlauer ist, als ich selbst in vielen Situationen meines Lebens. Er sorgt unbeschwert für die eigenen Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung.
Danke für die Lehrstunde 
Was ich daraus lerne?
Das ich viel zu oft meine Umgebung für mein Befinden verantwortlich mache, aber mit mir selbst nicht wirklich gut umgehe!
An meinem Gewicht sehe ich, dass ich manche Bedürfnisse (wie das Essen) zwar auf dem Schirm habe, sie aber überbetone (kompensiere).
Andere Grundbedürfnisse, wie z.B. echte Ruhe und ausreichend Schlaf fristen ein eher "schlankes" Dasein.
Und dabei ist all mein "Wissen" bis heute gar keine Hilfe.
So habe ich beschlossen, dass heute mein Tag der Grundbedürfnisse ist und ich mal richtig gut für mich sorge.
Das ist auch der Grund, warum ich euch erst jetzt schreibe, denn vorher habe ich mir u.a. noch ein Nickerchen gegönnt. Wohltat!

Hast du auch etwas, das bei dir als Grundbedürfnis (u.a. Atmung, Kleidung, Trinken, Essen, Sicherheit, Ruhe, Zuwendung, Orientierung, Ausrichtung, Wertschätzung, ...) zu kurz kommt?
Wenn ja, dann lade ich dich ein darüber zu staunen (statt dich zu ärgern) und heute damit zu beginnen, deine Taschen selbstverantwortlich damit zu füllen.
Beginne, dich zu "kraulen"...
Teile deine Bedürfnisse hier mit uns, wenn du magst - du bist garantiert damit nicht alleine.
Viel Freude beim Staunen und dem Erfüllen deiner wirklichen und grundlegenden Sehnsüchte. 

Weißt du, welchen Einfluß deine Haltung und dein Horizont auf dich und dein Befinden haben? Lerne Staunen...

Inspiration für Menschen & Unternehmen im Aufbruch

Meine Ideen und Inspiration dient der Entfaltung der Potenziale in uns Menschen.

Am besten gelingt jede menschliche Entwicklung in Gemeinschaft.

Deshalb habe ich vor einigen Jahren SPARKS & SPIRIT ins Leben gerufen.